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	<title>Piraten Görlitz &#187; Schule</title>
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	<description>real und lokal: der Kreisverband der Piratenpartei im Landkreis Görlitz</description>
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		<title>Schüler in sozialen Netzwerken</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 15:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niels seidel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Stephan Dienel hat die bei uns populärsten sozialen Netzwerke unter die Lupe genommen. Um den Datenschutz bzw. die Kontrolle über die Angaben zur eigenen Identität steht es da nicht gerade gut. Gravierend ist dies insbesondere dann, wenn Minderjährige davon betroffen sind. Stephan hat sich aufgemacht den Schülern in der Schule die nötige Medienkompetenz im Umgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Dienel hat die bei uns populärsten sozialen Netzwerke unter die Lupe genommen. Um den Datenschutz bzw. die Kontrolle über die Angaben zur eigenen Identität steht es da nicht gerade gut. Gravierend ist dies insbesondere dann, wenn Minderjährige davon betroffen sind. Stephan hat sich aufgemacht den Schülern in der Schule die nötige Medienkompetenz im Umgang sozialen Netzwerken zu vermitteln.<br />
Aus diesem Anlass haben wir Stephan interviewt:</p>
<p><strong>Warum glaubst du, sind die Themen Datenschutz und Datensicherheit auch für Schüler wichtig?</strong><br />
Stephan: Schüler haben meist noch nicht die Weitsicht bzw. die Kenntnisse darüber, was mit ihren Daten angestellt werden kann.<br />
Schüler sind auch eine besondere Personengruppe in unserer Gesellschaft, die besonders geschützt werden müssen, nicht nur im realen Leben sondern eben auch in sozialen Netzwerken. Und dies kann nur durch Datenschutz und Datensicherheit ihrerseits geschehen. Dabei müssen Grundkenntnisse sowie eine Sensibilisierung geschaffen werden. </p>
<p><strong>In welchem Unterrichtsfach hast du deinen Vortrag gehalten?</strong><br />
Stephan: Mein Ansprechpartner war die Klassenlehrerin und in ihrer Unterrichtszeit habe ich den Vortrag gehalten. Dabei war es nicht auf ein Fach konkret bezogen. Im Übrigen ist sie Mathelehrerin. </p>
<p><strong>Wie haben die Schüler auf die Infos reagiert, die du über sie in sozialen Netzwerken recherchiert hast?</strong><br />
Stephan: Der betroffene Schüler hat nach seiner Einwilligung zur Präsentation seiner Persönlichkeit sehr betroffen gewirkt, was ich doch alles für Informationen über ihn herausbekommen habe, ohne ihn überhaupt persönlich zu kennen. Die Anderen waren sehr amüsiert über den vorgestellten Schüler, nicht zuletzt weil auch sie einige interessante Dinge noch nicht kannten. </p>
<p><strong>Welche persönlichen Details hätte der Schüler besser nicht preisgegeben sollen?</strong><br />
Stephan: Er hat bei Schueler.cc die Gruppe &#8220;Anti-Klose*-Allianz&#8221; gegründet. Damit ist ein bestimmter Lehrer gemeint und wenn dieser Lehrer das wüsste, ist eventuell mit einer schlechteren Benotung oder anderen Konsequenzen zu rechnen.<br />
Bei anderen Schülern ist mir aufgefallen, dass sie in unterschiedlichen sozialen Netzwerken meist die gleichen Benutzernamen verwenden, was das Auffinden sehr vereinfacht und nach Zusammentragen der Informationen eben wieder den gläsernen Schüler ausmacht.<br />
* der Name wurde ersetzt und ist frei erfunden</p>
<p><strong>Meinst du die Schüler gehen jetzt vorsichtiger mit ihren persönlichen Daten im Netz um?</strong><br />
Stephan: Das hoffe ich. Mit meinem Vortrag habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass es doch wichtig ist, sorgsam mit der Eingabe von persönlichen Daten in soziale Netzwerke zu sein. Nicht zuletzt durch das Aufzeigen von aktuellen Beispielen, welche eine abschreckende Wirkung hatten, denke ich, dass diese Klasse verantwortungsvoller mit ihren Daten umgehen wird. </p>
<p><strong>Welche Themen sollten deines Erachtens im Unterricht weiter vertieft werden?</strong><br />
Stephan: Die Thematik Datensicherheit und Datenschutz sowie Umgang mit dem WEB 2.0 steht eigentlich im Lehrplan Informatik der 8. Klasse. Aber soweit ich weiß wurde von Seitens der Lehrer diese Themen aus Zeitgründen ausgelassen. </p>
<p><strong>Falls es wirklich nur an der Zeit liegt, bleibt die Frage, wo und wie sich Lehrer in die Thematik einarbeiten können?</strong><br />
Stephan: Als Grundlage stelle ich meinen Vortrag zu Verfügung. Von einem Lehrer habe ich jetzt erfahren, dass die Themen meines Vortrages &#8220;nach dem neuen Lehrplan im Wahlgrundkurs Informatik in der Sekundarstufe II behandelt&#8221; werden. </p>
<p><strong>Also freiwillig und ohnehin viel zu spät. Planst du noch weitere Vorträge an Schulen?</strong><br />
Stephan: Aufgrund des guten Feedbacks von Seiten der Schüler werde ich den Vortrag auch noch in anderen Klassen (9. und 10. Klassenstufe) der Gymnasien in Görlitz und Zittau halten. </p>
<p><strong>Wie können Lehrer mit dir in Kontakt treten, wenn sie Hilfestellung zum Datenschutz in sozialen Netzwerken suchen?</strong><br />
Stephan: Am einfachsten ist es, mir eine E-Mail zu schreiben: <a href="mailto:Fragen-Vortrag@web.de">Fragen-Vortrag@web.de</a><br />
Ich werde mich dann umgehend mit dem Problem befassen und versuchen dieses zu lösen. </p>
<p><strong>Was könnten deiner Meinung nach die Betreiber von sozialen Netzwerken zum Jugendschutz beitragen?</strong><br />
Stephan: Nach dem Vorbild der VZs sollte eine umfassende Privatsphäre-Einstellung möglich sein (auch bei The-Reality, Snapscouts und Schueler.cc), die als <strong>Grundeinstellung</strong> die komplette Anonymität festlegt. Aber auf keinen Fall darf es sein, dass die finanziellen Interessen des Netzwerkbetreibers  dem Datenschutz und der Privatsphäre der Mitglieder vorgehen. </p>
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